Zur Abfahrt bereit stehen diese Flugzeugtreppen auf dem Flughafen München-Riem! Genau wie der größte Teil des weiteren beweglichen Inventars werden sie mit einem Konvoi von rund 20 Fahrzeugen unter Polizeischutz in Richtung Franken gebracht. Denn vom 11. August bis 31. August 1969, also drei Wochen lang, wird München zwar eine Weltstadt mit Herz, aber ohne Flughafen sein!

Nürnberg ist der Ausweichflugplatz, auf dem zunächst mal einiges Personal aus München sowie die Rollfeldbusse, die Schleppgeräte, Flugzeugtreppen usw. „landen“ werden. – und dann für einige Wochen auch jene Gäste, die in die Isarmetropole wollen.

Grund für diese fast kuriose Situation, dass eine Millionenstadt wochenlang ohne jeden Flugbetrieb ist, sind Aus- und Umbauten an der Münchner Startbahn. Ab 5. August 1969 ist Riem für den Nachtflugverkehr gesperrt, – ab dem 11. August 1969 dann völlig geschlossen. An diesem Tag beginnen 630 Rollbahnbauer in Tag- und Nachtschichten mit den nach einem präzisen Zeitplan ausgearbeiteten Instandsetzungs- und Erweiterungsarbeiten. Es handelt sich um ein 14 Millionen DM Projekt, dessen Vorbereitungen bereits seit 5 Monaten laufen.

Nach Abschluss der Arbeiten, also ab September 1969, werden auf deren neuen Rollbahn in München Riem auch die „dicksten Brummer“ landen können – freuten sich seinerzeit die Verantwortlichen.