Bis zum Frühjahr 1972 werden die Überbrückungsbaumaßnahmen am Flughafen München-Riem beendet sein. Nach deren Inbetriebnahme konnten lt. Planung am Flughafen München-Riem fünf bis sechs Millionen Passagiere abgefertigt werden, das entsprach einer Verdoppelung der bisherigen Abfertigungskapazität in Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele 1972 in München. Im einzelnen wurden bis dahin folgende Maßnahmen durchgeführt:

Neue Ankunftshalle

Errichtung einer neuen Ankunftsanlage im Westen des Flughafens mit einer Grundfläche von rund 8250 Quadratmeter. In der Halle wurden neun dreiecksförmige Gepäckausgabebänder installiert, davon fünf auf der Auslandseite.

Umschlagshalle für abgehendes Inlands- und Auslandsgepäck

Südlich der Ankunftshalle wurde eine neue Umschlagshalle für abgehendes Inlands- und Auslandsgepäck mit einer Grundfläche von rund 4500 Quadratmeter errichtet. Das abgehende Reisegepäck wurde hierher über schnellaufende Gepäckbänder von der Abfertigungshalle durch einen 250 Meter langen Kanal transportiert.

Vergrößerung des Auslandswarteraumes

Der Auslandswarteraum wurde um rund 7500 Quadratmeter nach Süden erweitert.

Vergrößerung der Abfertigungshalle

Die Abfertigungshalle erhielt einen Erweiterungsbau mit rund 1200 Quadratmeter an der Ostseite.

weitere Umbaumaßnahmen und Hintergründe

Ankunftsseite und Inlandsseite, die ja nach den Erweiterungen räumlich völlig getrennt waren, wurden wegen der zahlreichen Umsteigerbeziehungen mit einem Verbindungsbau verbunden. Diesem wurden sechs Warteräume vorgelagert, von denen sechs Fluggastbrücken zu den Maschinen (bis Boeing 707) führten.

Es bestand auch die Möglichkeit, zwei Warteräume für die Abfertigung einer B 747 zusammenzuschließen. Maximal konnten durch das Verbindungsgebäude drei „Jumbos“ gleichzeitig abgefertigt werden.

Sämtliche Baumaßnahmen entstanden in provisorischer Leichtbauweise und erforderten einen Kostenaufwand von rund 25 Millionen DM.