Der FC-Bayern-Manager Uli Hoeneß und dessen Bekannter Helmut Simmler, wollten sich am 17. Februar 1982 das Länderspiel Deutschland gegen Portugal im Niedersachsenstadion ansehen. Gemeinsam mit dem befreundeten Piloten und ehemaligen Skirennläufer Wolfgang Junginger und dessen 25-jährigen Co-Pilot Thomas Kupfer, einem Studenten aus München sollte es mit einer zweimotorigen Piper PA-34 Seneca (D-GIFL) vom Flugplatz Riem (MUC) nach Hannover-Langenhagen (HAJ) gehen.

Auch der damalige Bayern-Präsident Willi O. Hoffmann war für den Flug geplant, sagte aber vorzeitig ab – Grund: der eingesetzte Pilot Wolfgang Junginger hatte erst im März 1979 Probleme wegen eines Triebwerkausfalls mit einer Cessna 414 musste seinerzeit im Ebersberger Forst und notlanden – der Pilot hatte die Maschine zu knapp betankt. Mehrere Passagiere waren dabei schwer verletzt worden.

So begaben sich am 17. Februar der Pilot Wolfgang Junginger und der Co-Pilot Thomas Kupfer gemeinsam mit Uli Hoeneß und dem Verleger Helmut Simmler an Board des sechssitzigen Leichtflugzeuges. 2 Plätze blieben leer. Die Piper-Seneca startete um 18.19 Uhr in München in Richtung Heitlingen / Hannover. Der Flug verläuft ruhig, über Nürnberg schläft Uli Hoeneß ein. Er hatte den Platz hinten rechts gewählt.

Gegen 19.45 Uhr meldet Junginger dem avisierten Flughafen in Hannover-Langenhagen erstmals Schwierigkeiten über Funk. Die Sicht ist schlecht über Osterwald, einem Stadtteil der Stadt Garbsen, es ist unangenehm diesig. Der Flughafenlotse reagiert schnell auf den Notruf und rät dem Piloten, trotz des begonnenen Landeanfluges wieder an Höhe zu gewinnen, dann Richtung Norden abzudrehen und kontinuierlich zu steigen. Danach reißt der Kontakt jedoch ab. Gegen 20.05 Uhr verschwand das Flugzeug vom Radarschirm der Flugsicherung rund 15 Kilometer von der Landepiste 09C/27C entfernt. Im Kontrollzentrum des Flughafens von Hannover wurde indes Großalarm ausgelöst. Polizei, Technisches Hilfswerkt und die Feuerwehren aus Langenhagen, der Wedemark und Garbsen wurden alarmiert.

Kurz darauf schlägt die Piper-Seneca im Sturzflug die Wipfel einiger Eichen ab, kracht auf eine Wiese, rutscht 100 Meter weit und bleibt an einem Weidezaun hängen. Uli Hoeneß wurde bei dem Aufprall aus dem hinteren rechten Platz der Piper weit hinausgeschleudert. Er war als einziger nicht angeschnallt.

Etwa zeitlgeich sitzt Förster Karl-Heinz Deppe an jenem Abend vor seinem Fernseher und schaut das Länderspiel Deutschland gegen Portugal. Deppe überwacht zu dieser Zeit ein kleines Revier im Heitlinger Moor, und weil das Spiel ihm irgendwann zu langweilig wird, schaltet er den Fernseher ab und bricht zu einer Kontrollfahrt auf. Unterwegs bekommt er mit, dass eine Suchaktion läuft. Gegen 21:30 Uhr sieht er etwas aus einem Gebüsch auf sich zukriechen. Kein Tier, wie er zuerst meint, sondern einen Menschen. Es ist FC-Bayern-Manager Uli Hoeneß der Blutüberströmt und mit zerrissenen Kleidern, offenkundig unter Schock auf Ihn zukommt und stöhnte: „Ich friere“. Der Förster Karl-Heinz Deppe zieht Hoeneß in seinen Wagen, um ihn ins Krankenhaus zu fahren. Doch der Geländewagen bleibt im Morast stecken. Deppe lässt Hoeness im Wagen und rennt ins nächste Dorf um dort von einer Telefonzelle aus die 110 zu verständigen.

Helfer durchsuchen das Wrack – Mit freundlicher Genehmigung durch HAZ / Friedrich Bernsdorf

 

Um 21:57 Uhr haben Polizei und Rettungsdienst die Absturzstelle geortet. In einem Umkreis von über 100 Metern lagen die Trümmer verteilt, das Cockpit hatte sich beinahe zur Hälfte in den Boden gebohrt. In den Sitzen klemmten die Leichen von Simmler, Junginger und Kupfer, die bis zur Unkenntlichkeit entstellt waren.

FC-Bayern-Manager Uli Hoeneß wird indes versorgt und künstlich beatmet trifft um 22.50 Uhr in der Notfallaufnahme im KRH Klinikum Hannover-Nordstadt ein und sofort auf die Intensivstation gebracht. Die Diagnose des behandelnden Chefarzt Prof. Dr. Otmar Trentz: Querfortsatzbrüche an der Lendenwirbelsäule, eine Gehirnerschütterung sowie eine linksseitige Lungenquetschung mit Einblutung und Frakturen am Oberarm und Knöchel. Zudem eine ausgeprägte Amnesie. Trentz: „Herr Hoeneß kann sich an den Hergang des Absturzes überhaupt nicht mehr erinnern.“